Der Kirchenvorstand

Nach staatlichem Recht (Reichskonkordat vom 20.7.1923) ist die Katholische Kirchengemeinde eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, die durch den Kirchenvorstand - ein Gremium von Pfarrer und gewählten Laienmitgliedern - als ihr Organ verwaltet und vertreten wird. Die Laienmitglieder im Kirchenvorstand werden jeweils für sechs Jahre gewählt. Alle drei Jahre scheidet die Hälfte der Mitglieder aus. Wiederwahl ist möglich. So bestanden bis zur Zusammenlegung von St. Dionysius und St. Philippus u. Jacobus in beiden Gemeinden eigenständige Kirchenvorstände.

Mit der Zusammenlegung beider Pfarreien am 25.9.2016 gingen die Aufgaben der Kirchenvorstände auf einen Verwaltungsausschuss über. Er blieb bis zur nächsten regulären Kirchenvorstandswahl am 17./18.11.2018 im Amt.

Mitglieder des aktuellen Kirchenvorstands sind:

Pfr. Jürgen Heukamp

Ruth Kolkmann

Maria Audick

Michael Große Sundrup

 

Martin Wesselmann

 

Herbert Tietmeyer 

Werner Doeker

 

Sabine Gerling

 

Heiner Giesbert

 

Reinhold Ostendorf

 

Helmut Dreyem

 

 

 

 

Die Aufgaben des Kirchenvorstands:

Der  Kirchenvorstand verwaltet das Vermögen der Kirchengemeinde. Er vertritt die Kirchengemeinde mit dem Vermögen auf der Grundlage des Gesetzes über die Verwaltung des kath. Kirchenvermögens vom  24.07.1924. Das Gesetz gilt auch heute noch. Das kirchliche Finanzwesen wird deswegen auch heute noch von den Regeln des Staatskirchenrechts und den kirchenrechtlichen Vorschriften bestimmt.

Die Bewirtschaftung der Finanzen ist Hauptaufgabe des Kirchenvorstands. Es handelt sich hierbei um die so genannte Selbstverwaltung. So nehmen die Kirchengemeinden die Verwaltung ihrer Finanzen in eigener Regie und Verantwortung im Rahmen ihres jeweiligen Haushaltsplanes wahr.
    
Der  Kirchenvorstand ist in einer weiteren Hauptaufgabe für alle Liegenschaften der Kirchengemeinde zuständig. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um bebaute oder unbebaute Grundstücke, Gebäude, denkmalgeschützte Gebäude handelt, sowie für die Wahrung der damit verbundenen Rechte und Pflichten. Zu den Gebäuden, für deren Bestand und Unterhaltung der Kirchenvorstand verantwortlich ist, zählen also die Pfarrkirche St. Dionysius, die Filialkirche St. Philippus u. Jacobus, das Clemens- August-Heim in Recke (Pfarrheim), das Pfarrheim in Steinbeck und das Dio-Jugendheim.
    
Auch für den Betrieb der Kindergärten „St. Dionysius” und „Die Arche” in Recke, „St. Marien” in Steinbeck und  „St. Martin” in Obersteinbeck trägt der  Kirchenvorstand Verantwortung. Weiterhin besteht die Verantwortung für andere caritative Aufgaben wie der Betrieb der Alten- und Pflegeheime Haus St. Benedikt und St. Josefshaus.
    
Ferner ist der Kirchenvorstand zuständig für das hauptamtliche Personal der Kirchengemeinde. Er schließt im Rahmen des kirchlichen Arbeitsrechts und unter Berücksichtigung der Personalaufsicht des Bistums die Verträge mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen in Trägerschaft der Kirchengemeinde ab, wie z.B. der Kindergärten und des Alten- und Pflegeheims „Haus St. Benedikt”.
    
Zu den freiwilligen Aufgaben und damit in der Verantwortung des Kirchenvorstands gehört die Verwaltung der Friedhöfe in Recke und in Steinbeck.